Eine innovative Verbrennungstechnologie unterstützt ein schnelleres Wachstum von Tomaten, indem Kohlenstoffdioxid direkt ins Treibhaus geleitet wird. Eine Düngung mit Kohlenstoffdioxid kann die Ernte um 50 % erhöhen. Beim Verbrennen von Flüssiggas sind die Lachgasemissionen (Nox) der Brenner LN30 von Oilon außergewöhnlich gering und betragen nicht mehr als 10-30 ppm.
Taivalmaan puutarha, eine Tomatenfarm in Westfinnland, übernahm kürzlich ein neues, zwei Hektar großes Gewächshaus. Die Besonderheit dieses Gewächshauses ist der neue Brenner, der Flüssiggas (LPG) verbrennt, um Kohlenstoffdioxid für die Pflanzen herzustellen.
„Bisher haben wir CO2-Zylinder verwendet, die jedoch sehr teuer sind. Nun probieren wir diese Verbrennungstechnologie, da sie kostengünstiger ist“, erklärt der Inhaber der Farm Robert Åman.
Tomaten benötigen zusätzliches CO2, um schneller zu wachsen. Der Brenner LN30 von Oilon erhöht die CO2-Konzentration im Gewächshaus um rund 800-1000 ppm, während die Konzentration in der normalen Atmosphäre nur etwas höher als 400 ppm liegt.
Etwa 10 % des Rauchgases im Brenner ist Kohlenstoffdioxid. Der Brenner ist in einem Boiler installiert. Dies bedeutet, dass Wärmeenergie als ein Nebenprodukt entsteht.
„Je nach verwendeter Kapazität belaufen sich die Lachgasemissionen im Rauchgas auf 10-30 ppm. Dieser Wert gilt als Weltrekord. Andere Hersteller von Brennern können mit der Verbrennung von LPG nicht diesen Wert erzielen“, berichtet der Sales Manager Kari Puro von Oilon.
Eine zu hohe Lachgaskonzentration beschädigt die Blätter der Tomatenpflanzen, stört die Photosynthese und verändert die Bedingungen im Substrat. So verzögert sich das Wachstum und der Ertrag wird geringer. Zudem stellt ein hoher Lachgas-Gehalt ein Gesundheitsrisiko dar.
Die weltweit niedrigsten Emissionen
Die außergewöhnlich niedrigen Lachgasemissionen der Brenner LN30 sind auf eine Kombination an verschiedenen Verbrennungstechnologien zurückzuführen. Eine Besonderheit ist die Zufuhr von Brennstoff und Verbrennungsluft: Ein Teil des Brennstoffs und der Luft wird separat in den Brennerkopf geleitet, der Rest wird vorgemischt. Ein weiteres einzigartiges Feature ist der lange Brennerkopf, der sich weit in die Brennkammer hinein erstreckt. So wird dem Brenner eine Brennstoffzufuhr an den Seiten ermöglicht, wodurch eine breite Flamme entsteht. Die Lösung nutzt Gasströme im Inneren der Brennkammer effizient, so kommt es zu einer saubereren Verbrennung. Ein weiterer zentraler Faktor ist, dass die Flamme durch die Zufuhr zusätzlicher Luft abgekühlt wird. Je niedriger die Temperatur, desto niedriger die Lachgasemissionen.

„Ich habe den Brenner von Oilon insbesondere aufgrund der geringen Lachgasemissionen ausgewählt. Ein weiterer Grund war, dass es sich um ein Finnisches Produkt handelt“, sagt Åman.
Im Allgemeinen ist die Verbrennung von natürlichem Gas die üblichste Form der Herstellung von CO2. Das durch die Verbrennung von natürlichem Gas entstehende Rauchgas hat eine geringere Lachgaskonzentration als LPG. In Finnland erstreckt sich das Verteilernetz für natürliches Gas lediglich über den südlichen und südöstlichen Teil des Landes. Weiter im Norden werden andere Brennstoffe wie etwa LPG benötigt.
Der grüne Wandel steigert den Verkauf
Die Düngung mit CO2 ist eine gängige Praxis in kommerziellen Gewächshäusern. Dadurch kann der Ertrag um bis zu 50 Prozent gesteigert werden. Allerdings sind CO2-Zylinder teuer, daher ist die CO2-Erzeugung durch Verbrennung weit kostengünstiger. Ein weiterer Faktor, der die Rentabilität erhöht, ist die Erzeugung von Wärmeenergie durch den Brenner, die insbesondere in der Wintersaison nützlich ist.
Nach Abschluss der Erweiterung hat die Tomatenfarm Taivalmaa nun eine Gesamtfläche an Gewächshäusern von 5 Hektar. Auf der Farm sind 35 Mitarbeiter beschäftigt und im Jahr 2024 betrug der Umsatz 3,6 Mio EUR.
Die Brenner von Oilon werden weltweit für die Energieproduktion und Gebäudebeheizung sowie im Industrie- und Marinebereich eingesetzt. Die Brenner werden in den Produktionsniederlassungen von Oilon in Finnland, China und den USA hergestellt. Im Jahr 2024 betrug der Umsatz des Unternehmen im Bereich Brenner 36,4 Mio. EUR.
“Wir stehen seit Jahrzehnten für saubere Verbrennung. Nun sind wir an einem Punkt angelangt, an dem unsere Brenner den strengsten Emissionsvorschriften der Welt entsprechen. Durch den grünen Wandel steigt die Nachfrage an Brennern“, berichtet Puro.
Fotos: Robert Åman at Taivalmaa, Osuuskunta Närpiön Vihannes, LN30 burner, Oilon Kari Puro