Eine Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft in Vantaa, Finn­land, konnte durch die Kom­bi­na­tion von Erd­wärme mit Wär­me­rück­ge­win­nung eine außer­ge­wöhn­li­che Leis­tungs­zahl erzie­len. Das Erd­wär­me­pum­pen­sys­tem für dieses Projekt wurde von Oilon gelie­fert. 

Die drei Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser der Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft Myyrin­koivun Talot in Vantaa, Finn­land, sehen aus wie normale Wohn­blocks aus den späten 70er Jahren. Was von außen nicht zu sehen ist, ist die unüber­trof­fene Ener­gie­ef­fi­zi­enz. Die Gebäude nutzen ein Erd­wär­me­sys­tem mit einer außer­ge­wöhn­lich hohen Leis­tungs­zahl (LZ). Im Nor­mal­be­trieb liegt die Leis­tungs­zahl bei fast 4,3; mit ein­ge­schal­te­ter elek­tri­scher Zusatz­hei­zung liegt sie immer noch bei 4.

„Die Leis­tungs­zahl misst die Menge an Wärme, die eine Erd­wär­me­an­lage pro ver­brauch­ter Strom­ein­heit liefert. In diesem Fall liefert ein von der Wär­me­pumpe ver­brauch­tes kW Strom mehr als 4 kW Heiz­ener­gie. Eine typi­sche Leis­tungs­zahl liegt bei 3,5. Das war der beste Wert, den wir je erzielt haben“, sagt Jarkko Hakonen, der als Hei­zungs­ex­perte bei Suomen Kiint­eis­tölämpö Oy arbei­tet. 

„Zusätz­lich zu den Ein­spa­run­gen durch die Umstel­lung auf eine Erd­wär­me­hei­zung wird die Wär­me­rück­ge­win­nung der Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft jähr­li­che Ein­spa­run­gen von 9.000 Euro bringen“, schätzt Hakonen.

Rück­ge­win­nung von Abwärme aus der Abluft

Was war nötig, um solch hohe Werte zu errei­chen? Im Oktober 2021 hat das Unter­neh­men eine umfas­sende Über­ho­lung der Heizungs-​, Lüftungs-​ und Kli­ma­an­la­gen sowie der Elek­tro­in­stal­la­tion des Gebäu­des abge­schlos­sen. Im Rahmen des Pro­jekts erfolgte die Umstel­lung von Fern­wärme auf Erd­wärme und die Instal­la­tion eines Abluft­wär­me­rück­ge­win­nungs­sys­tems. Dieses System fängt die Wär­me­en­er­gie aus der Abluft ein und kühlt sie von 21 °C auf 5 °C ab. Die zurück­ge­won­nene Wärme wird in den Kreis­lauf der Erd­wär­me­pumpe gelei­tet. 

„Abluft­rück­ge­win­nungs­sys­teme sind nicht sehr ver­brei­tet. Sie sind natür­lich mit zusätz­li­chen Kosten ver­bun­den und es lohnt sich nicht immer, sie zu instal­lie­ren. Nicht alle von uns reno­vier­ten Immo­bi­lien eignen sich für die Wär­me­rück­ge­win­nung, aber in diesem Fall war es eine kluge Ent­schei­dung, und das System amor­ti­siert sich schnell“, sagt Hakonen. 

Es gibt zwei wich­tige Fak­to­ren, welche die Leis­tungs­zahl eines Erd­wär­me­sys­tems beein­flus­sen: die Tem­pe­ra­tur der der Wär­me­pumpe zuge­führ­ten Sole und die Was­ser­tem­pe­ra­tur, die die Wär­me­pumpe erzeu­gen muss. 

„Bei diesem Projekt war das Gleich­ge­wicht zwi­schen diesen beiden Fak­to­ren genau richtig: Wir konnten die Wär­me­rück­ge­win­nung zur Erhö­hung der Sole­tem­pe­ra­tur nutzen, und ande­rer­seits ist das Gebäude her­vor­ra­gend wär­me­ge­dämmt, was bedeu­tet, dass das Hei­zungs­was­ser nicht so warm sein muss.“ 

Die gesamte Aus­rüs­tung für das Heiz­sys­tem von Myyrin­koivu wurde von Oilon gelie­fert. Die Lie­fe­rung umfasste drei RE 96-​Wärmepumpen mit einer Leis­tung von 96 kW, zwei 1.600-​Liter-Brauchwasserspeicher, einen 1.600-​Liter-Heizungspuffer mit einem Brauch­was­ser­vor­heiz­re­gis­ter sowie einen 150-​kW-Elektroboiler. 

„Eine so hohe Leis­tungs­zahl wäre ohne hoch­wer­tige Aus­rüs­tung unmög­lich. Die Pro­dukte von Oilon sind zuver­läs­sig, haben eine aus­ge­zeich­nete Betriebs­zu­ver­läs­sig­keit und sind prak­tisch war­tungs­frei. Und aus unserer Sicht ist es natür­lich ein­fa­cher, alle benö­tig­ten Geräte bei einem Anbie­ter zu bestel­len“, sagt Hakonen.